“Pansexuelle Kultur” löst Aids aus

ROM - Der Vatikan hat die “pansexuelle Kultur” in der heutigen Gesellschaft beklagt. Dies anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. Sie sei nämlich verantwortlich für die rasante Ausbreitung des HI-Virus, so der Pontifikalrat für Gesundheitsseelsorge. Der Aids-Erreger werde in erster Linie über sexuelle Kontakte übertragen und weitaus seltener bei Bluttransfusionen oder auf anderem Wege. Die sicherste Methode, seine Ausbreitung zu verhindern, liege deshalb darin, nur in der Ehe Sex zu praktizieren. Die “pansexuelle Kultur” reduziere Sexualität auf reinen Lustgewinn und degradiere damit ihre tiefer gehende Bedeutung. Trotz einiger Kritik aus den eigenen Reihen ist der Vatikan bislang nicht von seiner Opposition gegen Kondome abgerückt. In deren Benutzung sehen mittlerweile auch viele Geistliche die vielleicht einzige Chance, der Ausbreitung des Aids-Erregers entgegen zu wirken.

Offizielles Vatikan-Dokument gegen Homosexuelle 

 

Päpstliche Anleitung über Priesterweihe für Homosexuelle sorgt für Aufregung: Wer Homosexualität praktiziert, kann nicht zugelassen werden. Der Heilige Stuhl hat am Dienstag ein umstrittenes Dokument über homosexuelle Priesteramtskandidaten veröffentlicht. Das Dokument mit dem Titel “Instruktion zu den Kriterien zur Unterscheidung von Berufungen bei Personen mit homosexuellen Tendenzen hinsichtlich ihrer Zulassung zum Seminar und zu Weiheämtern” enthält Richtlinien für die Zulassung Homosexueller zur Priesterweihe.

Ausschlussgrund. Die Kirche könne “jene nicht für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen zulassen, die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine so genannte homosexuelle Kultur unterstützen”, heißt es in dem achtseitigen Papier.

Keusch leben. Männer mit homosexuellen Tendenzen, die nicht seit mindestens drei Jahren keusch leben, sollen dem Dokument zufolge künftig nicht mehr zu Priestern geweiht werden. Schwulenverbände sehen dies als deutliche Diskriminierung an, da ihre heterosexuellen Mitstreiter solche Vorgaben nicht haben und erst mit dem Tag ihrer Weihe förmlich Enthaltsamkeit geloben.

Schwere Sünden. Die Abfassung des neuen Dokuments erschien dem Vatikan notwendig, nachdem in einigen Teilen der Weltkirche, vor allem in den Vereinigten Staaten, Seminarleiter dazu neigten, Probleme mit dem Zölibat dadurch vermeiden zu wollen, dass Studenten mit offensichtlich homosexuellen Neigungen als Priesteramtskandidaten akzeptiert wurden. Diese Praxis soll nach päpstlichem Willen aufhören, weil, so die “Instruktion”, die “Akte” der Homosexualität “schwere Sünden” seien. Auf bereits zum Priester geweihte Homosexuelle sei das Dokument nicht anzuwenden, meinten Experten.

Das Vatikan-Dokument löste auch in Italien heftige Reaktionen aus. Scharfe Kritik erntete es in italienischen Linkskreisen. Parlamentarier der oppositionellen Linksdemokraten, warnten vor einer Verteufelung der Homosexuellen. Der Präsident des italienischen Verbands für die Rechte der Homosexuellen, Arcigay, Franco Grillini, beschuldigte den Vatikan, eine homosexuellenfeindliche Moral zu propagieren, die nicht einmal von der Mehrheit der Katholiken geteilt werde.

Missbrauch. Die Rigorosität des “homophoben” Dokumentes sieht Grillini in den schweren sexuellen Skandalen begründet, in die Repräsentanten der Kirche in den USA, Brasilien, Österreich und anderen Ländern verwickelt sind. Der Vatikan gehe gegen die Schwulen vor, obwohl Homosexualität wenig oder nichts mit den pädophilen Skandalen zu tun habe, an denen laut allseits verfügbarer Statistiken in übergroßer Mehrheit Heterosexuelle beteiligt seien, erklärt Franco Grillini.

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