Das Ende eines Ministranten
Geronimo | 3. September 2007Im Internet gibt es ein Video, in dem ein schwäbischer Apostat erzählt, wie er vor einigen Jahren dem Islam in die Hände fiel.
“Mein Name ist Muhammad Faruq - im Jahr 1999 bin ich Muslim geworden” erklärt ein junger Mann auf einem Video, das im Internet publiziert wurde.
Muhammad Faruq spricht mit schwäbischem Akzent und stellt sich als Schwabe aus Süddeutschland vor. Er sei römisch-katholisch aufgezogen und habe eine Tante im Kloster.
In seiner Kindheit habe er als Ministrant “dem Pfarrer gedient”.
Mit 17 begann Faruq eine Ausbildung. In dieser Zeit bekam er Probleme mit der Anweisung der Bibel, kein Bild von Gott zu machen: “Gottes Stellvertreter auf Erde war auch nicht so mein Ding”.
Mit 18 wurde er Sozialist - “Jeder soll ein bißchen haben” - und trat aus der Kirche aus.Im Internet gibt es ein Video, in dem ein schwäbischer Apostat erzählt, wie er vor einigen Jahren dem Islam in die Hände fiel.
Seine sozialistische Phase war von kurzer Dauer. Auch bei den Sozialisten habe man sich über Kleinigkeiten gestritten.
Dem enttäuschten Sozialisten begann der Glaube zu fehlen.
Inzwischen war er 19 Jahre alt geworden. Jeden Mittwoch besuchten ihn die Zeugen Jehovas - zwei Jahre lang.
Ein junger Vertreter der Sekte sagte ihm, dass die biblischen Darstellungen der Hölle mehr “symbolisch” zu verstehen seien: “Damit komme ich klar”, wenn die Hölle nichts anderes als Totsein bedeute.
Deshalb habe er es - so Faruq - auf der Erde noch schlimmer getrieben.
Es folgte ein Arbeitswechsel. Schließlich war er körperlich und finanziell am Ende.
In dieser Zeit der Schwäche trat ein türkisches Mädchen in sein Leben. Sie war in der Lage, ihm zu erklären, was der Islam sagt.
Schnell weckte sie in ihrem Freund den Wunsch, Moslem zu werden. Dieser begann in die Moschee zu gehen. Dort sprach er das islamische Glaubensbekenntnis und nahm den Namen Faruq an. Er heiratete schließlich die Türkin.
Vorher sei der Imam nach Hause gekommen und habe das Paar geprüft.
Bei den Katholiken frage der Priester vor einer Hochzeit nicht nach. Es interessiere ihn nicht, ob das Paar es wirklich ernst meine. Hochzeiten seien gut für das Image der Kirche, da es ansonsten nur Sterbefälle gebe.
Im Islam sei das anderes: “Die Leute kümmern sich wirklich um ihre Brüder und Schwestern. Sie nehmen das ernst”.
Ein Jahr später reiste Faruq in die Türkei. Dort erlebte er im Jahr 1999 das große Erdbeben. In der Türkei hörte er auch die arabischen Texte des Koran in türkischer Übersetzung: “Ich habe noch nie so etwas Schönes gehört”. Das sei für ihn eine starke Bestätigung gewesen.
Dann ging Faruq nach Mekka. Für ihn steckt Logik im Islam.
Jetzt hofft er, dass Allah ihm Geld geben wird, damit er eine weitere Pilgerreise nach Mekka unternehmen kann.
Den Nichtmuslimen rät er: “Keine Zeit verlieren, nicht glauben, was in der Zeitung steht.”




Letzte Kommentare