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Eva Herman im Radio-Interview des Deutschlandfunk

Geronimo | 24. Oktober 2007

Eva Herman hat in einem Radio-Interview erklärt, warum das politische und mediale Establishment ihres Landes sie zu verteufeln versucht.

Am Freitag hat der ‘Deutschlandfunk’ gezeigt, dass man sich mit dem Phänomen Eva Herman auch seriös auseinandersetzen kann.

Der Sender strahlte ein Interview mit der ehemaligen Nachrichtensprecherin aus. Die Fragen stellte Christoph Heinemann.

Eva Hermann erklärte in dem Gespräch, dass sie von jenen Kreisen, denen ihre Sicht der Familie nicht behagt, bewusst missverstanden und in die rechte Ecke gestellt werde.

Sie wolle, dass Mütter in Deutschland die freie Wahl haben zu entscheiden, ob sie sich um die Kinder kümmern oder arbeiten gehen - so Frau Herman: “Diese Wahlfreiheit gibt es zurzeit für die Mütter nicht”.

Außerdem liege in der deutschen Familienpolitik vieles im Argen.

Vor allem werde es immer unmöglicher gemacht, “die Werte, die wir brauchen, Kultur, Tradition, das christliche Miteinander, die christlichen Wurzeln, zu leben.”

Generell könne man nicht sagen, dass die Betreuung von Kindern in Tagesstätten schade.

Aber wo die Umstände zu Hause stimmen - in Deutschland sei das in den allermeisten Fällen so - sei es auf jeden Fall besser, dass sich Mütter persönlich um ihre Kinder kümmern.

In die rechte Ecke geschoben

Auf die Zeit des Nationalsozialismus habe sie sich bezogen, weil ihr während der Pressekonferenz vom 6. September die Frage gestellt wurde, warum Deutschland nicht familienfreundlich sei:

“Wenn wir Ursachenforschung betreiben, dann müssen wir natürlich zurückschauen und untersuchen, wo es denn richtig angefangen hat.”

Familie und Werte seien im Nationalsozialismus missbraucht worden und “wurden dann anschließend in den 68ern und von den 68ern auch wieder abgeschafft oder eben deswegen abgeschafft.”

Die Abschaffung habe im Prinzip schon in der Zeit des Missbrauchs begonnen.

Der Wert der Mutterschaft und der Kinder sei von den Nationalsozialisten nicht gefördert, sondern vielmehr verstaatlicht worden.

Auf der Pressekonferenz befanden sich nach Angaben von Frau Herman etwa dreißig Pressevertreter:

“Es hat niemand der Anwesenden eine Frage gestellt auf eine etwaige missverständliche Äußerung von mir und auch am nächsten Tag ist in keiner Zeitung, in keiner Berichterstattung irgend etwas in dieser Richtung erfolgt.”

Nur Barbara Möller vom “Hamburger Abendblatt”, habe einen Halbsatz geschrieben, in dem sie behauptete, dass die Familienpolitik des Dritten Reiches gelobt worden sei:

“Dann ist etwas erfolgt. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie auch angeblich seriöse Zeitungen in ihren Online-Diensten auf diesen Zug aufgesprungen sind und innerhalb von Stunden mich in die rechte Ecke geschoben haben.”

Das sei ein durchschaubarer Mechanismus: Wer das Thema Familie heute aufgreife und es wagt, politische Entscheidungen als nicht familienfreundlich genug zu bezeichnen, “der wird sofort unmissverständlich in die rechte Ecke geschoben.”

Frau Herman führt diesen Mechanismus auf eine Angst vor der Wahrheit zurück:

“Die Wahrheit ist, dass wir in der Gesellschaft große Probleme haben. Die können auch nicht schön geredet werden.”

Wir sterben aus

Bei allen Kinder- und Jugendumfragen stünden die Jugendlichen in der Zukunftsfrage vor einem großen schwarzen Loch:

“Wir wissen, dass Frauen völlig überlastet sind in dieser Doppelverantwortung, die sie oftmals freiwillig nicht wählen, sondern wählen müssen, damit sie wirtschaftlich überleben können.”

“Wir haben eine gestiegene Depressionsrate. Wir haben eine gestiegene Alkoholrate bei gerade erfolgreichen, beruflich erfolgreichen Frauen.

Immer häufiger verweigern Männer Familie, wollen nicht mehr heiraten.”

Fast 50 Prozent der jungen Männer bis 40 würden die Verantwortung für eine Familie ablehnen:

“Schließlich zeigen uns die demographischen Zahlen ja ganz deutlich: Wir leben in einem System, das nicht überlebensfähig ist.

Würde dieses System in einem wirtschaftlichen Unternehmen ausprobiert werden, würde man irgendwann unterm Strich sagen: nein, das funktioniert nicht, weil wir aussterben, und würde es abschaffen und ein neues suchen. Aber das tun wir nicht!”

Medien- contra Mehrheitsmeinung

Frau Herman spricht auch mit ihrer Erfahrung mit der Medienmanipulation:

“Egal in welche Sendung ich eingeladen wurde und werde, in fast allen Fällen werde ich heftig angegriffen und es wird auch ein Programm um mich herum aufgebaut, das mich angreift und welches in der Regel auch versucht, mich kaputt zu machen.”

Dagegen hat sie seit ihrer September-Pressekonferenz über 20.000 fast ausschließlich positive Zuschriften bekommen.

Doch in Fernsehsendungen werde sie einfach diskreditiert, wo sie nur diskreditiert werden könne: “Man versuche, sie mit allen Mitteln unglaubwürdig zu machen.”

Aus der eigenen Erfahrung gelernt

Frau Herman wird vom ‘Deutschlandradio’ auch auf den Vorwurf angesprochen, Wasser zu predigen und Wein zu trinken.

Sie sei selber das gewesen, was sie heute verteufle: eine Karrierefrau.

“Diese Bücher schreibe ich nicht trotz meiner Karriere, sondern wegen dieser Karriere” - antwortet sie.

Sie sei in der Zeit der Emanzipation groß geworden und habe sich auch so entwickelt, wie es vom Feminismus gepredigt wurde. Sie habe diese Botschaft geglaubt:

“Deswegen kann ich auch jede Frau heute verstehen, die gerne Karriere macht und gerne ihren Beruf ausübt. Und ich bin auch nicht dagegen, dass eine Frau ihren Beruf ausübt.”

Doch während ihrer Schwangerschaft habe sie sich verändert. Sie habe erkannt, “dass der Ehrgeiz und der Erfolg von Karrierefrauen Frauen auch häufig - so war es bei mir auch - vom Inneren, vom eigenen Kern wegführt.”

“Ich würde Ihnen heute auch lieber sagen, ich hätte es gerne umgekehrt, vier Kinder und einen Mann, aber mein Weg war nun dieser und vielleicht kann ich gerade deswegen auch darüber sprechen.”

Anmerkung:

Die dreifach geschiedene Mutter eines Sohnes:
“Ich würde Ihnen heute auch lieber sagen, ich hätte es gerne umgekehrt, vier Kinder und einen Mann.”

Für echte Wahlfreiheit:
“Wir wissen, dass Frauen völlig überlastet sind in dieser Doppelverantwortung, die sie oftmals freiwillig nicht wählen, sondern wählen müssen, damit sie wirtschaftlich überleben können.”

Manipulation
Die Bevölkerung sandte Eva Herman über 20.000 fast ausschließlich positive Zuschriften. Die Medienkonzerne diskreditierten sie, wo sie konnten.

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Christoph Heinemann, Deutschlandfunk, Eva, Herman
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