Ernennung eines neuen Diözesanbischofs im Bistum Limburg?
Im Bistum Limburg scheint die Ernennung des neuen Diözesanbischofs unmittelbar bevorzustehen. Geht damit die Ära von Bischof Kamphaus zu Ende oder nicht?

Foto: Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst
© Bild: Pressefoto Bistum Münster
Der deutsche ‘Evangelische Pressedienst’ will gestern den Namen des neuen Bischofs von Limburg erfahren haben.
Es soll sich um den Weihbischof von Münster, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst (48), handeln.
Der ‘Evangelische Pressedienst’ berichtete auch, dass der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) keine Einwände gegen die Ernennung von Mons. Tebartz-van Elst hat.
Das Einverständnis der Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz ist nach dem Preußenkonkordat von 1929 eine Voraussetzung für die Ernennung des Limburger Bischofs. Das Bistum Limburg liegt vorwiegend in Hessen.
Das Wahlprocedere in Limburg ist kompliziert. Zuerst muss das Domkapitel dem Papst drei Kandidaten für den Posten des Diözesanbischofs vorschlagen.
Der Papst ist aber an diese Auswahl nicht gebunden, sondern schickt eine aus diesen oder anderen Namen gebildete Dreierliste an das Domkapitel zurück.
Dieses schreitet dann zur Wahl. Der Gewählte wird nach Zustimmung der Ministerpräsidenten der Bistumsländer vom Papst ernannt.
Sollte Mons. Tebartz-van Elst zum Bischof von Limburg ernannt werden, wäre er der jüngste Diözesanbischof in Deutschland.
Der ausgebildete Pastoraltheologe gilt nach Angaben des ‘Evangelischen Pressedienstes’ als progressiv.
Der bisherige Bischof von Limburg, Mons. Franz Kamphaus (75), war im Februar aus Altersgründen zurückgetreten.
Im Bistum Limburg wohnen - auf dem Papier - 682.000 Katholiken.
Zum Bistum gehören die Wirtschafts- und Bankenmetropole Frankfurt sowie die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden ebenso wie ländliche Regionen im Rheingau, Taunus, Westerwald und bei Wetzlar.
Mons. Tebartz-van Elst stammt aus einer Bauernfamilie.




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