Archiv für den 29. November 2007

Caritas gegen Grundeinkommen

Caritaspräsident Peter Neher hat sich gegen die Einführung eines Grundeinkommens ausgesprochen. Dieses Modell biete keine Alternative zur Lösung der sozialen Probleme in Deutschland, sagte er in einem Interview der “Badischen Zeitung”. Ein Grundeinkommen sei kein Anreiz, sich um Arbeit zu bemühen. Ihm sei auch kein Modell des Grundeinkommens bekannt, das finanzierbar wäre. Bei der Weiterentwicklung von Hartz IV sind laut Neher der Arbeitsmarkt und die Bildung von zentraler Bedeutung. Es müsse viel mehr in Bildung investiert werden. “Bildung und Arbeit, das sind die Wege aus der Armut”, sagte der Caritaspräsident.
(kna 28.11.2007 mc)

Algermissen kontert Schavan

Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen hat Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) scharf angegriffen. Schavans Position in Fragen der embryonalen Stammzellenforschung sei ein Skandal, betonte der Bischof im Gespräch mit der katholischen Zeitung “Die Tagespost” (Donnerstag). Die Ministerin hält eine Verschiebung des Stichtags für verantwortbar. Wo es aber um Leben und Tod gehe, verbiete sich jeder Kompromiss, betonte Bischof Algermissen. Schavan müsse verinnerlichen, dass es in der Diskussion nicht um “irgendwelche Zellen” gehe, sondern um Forschungsoptionen, die sich aus der Tötung menschlichen Lebens ergeben.
(pm 29.11.2007 gs)

Papst ernennt neuen Limburger Bischof

Franz-Peter Tebartz van Elst

Franz-Peter Tebartz van Elst ist von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Limburg ernannt worden. Tebartz-van Elst folgt auf Bischof Franz Kamphaus. Er ist mit 48 Jahren der jüngste deutsche Diözesanbischof. Tebartz-van Elst war zuvor Professor für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft an der Universität Passau und ab 2004 Weihbischof in Münster.

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Die traditionelle Familie stirbt aus

Von Lisa Sonnabend (Der Spiegel)

Das Zusammenleben von Vater, Mutter und Kind wird zum Auslaufmodell: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Familien in Deutschland dramatisch gesunken - besonders im Osten. In Berlin werden fast die Hälfte aller Kinder von Alleinerziehenden oder nichtverheirateten Paaren betreut.

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