Franziskaner in der Türkei brutal niedergestochen

“Man wird wieder erklären, dass es sich um einen Verrückten gehandelt habe. Aber wenn dem so ist, dann ist hier die Zahl der Verrückten seit eineinhalb Jahren beträchtlich angestiegen - und sie greifen nur christliche Gottesmänner aus dem Ausland an.”

Der Superior der Kustodie - Provinz - der Franziskaner in der Türkei, Pater Adriano Franchini, ist heute morgen in der katholischen Kirche von Smirne in der Westtürkei niedergestochen worden.

Der Geistliche wurde offenbar am Magen verletzt. Über den Gesundheitszustand des Paters gibt es keine Berichte. Er befindet sich nach Angaben der römischen Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’ im Spital.

Pater Franchini stammt aus der Provinz Modena in Norditalien.

Augenzeugen erklärten, dass der Geistliche von einem “jungen Tunichtgut” verletzt wurde.

Der Vorfall fand heute morgen nach Ende der Messe statt.

Augenzeugen berichteten, dass es sich bei dem Angreifer um eine Person handelte, welche die Pfarrei von Bayrakli in Smirne seit drei Jahren frequentierte.

Der Angriff geschah, nachdem sich der Pater zum wiederholten Mal geweigert hatte, ihn zu taufen, weil er ihn nicht für vorbereitet hielt.

Erzbischof Ruggero Franceschini (65) von Smirna erklärte vor ‘AsiaNews’:

“Man wird wieder erklären, dass es sich um einen Verrückten gehandelt habe. Aber wen dem so ist, dann ist hier die Zahl der Verrückten seit eineinhalb Jahren beträchtlich angestiegen - und sie greifen nur christliche Gottesmänner aus dem Ausland an.”

In der Türkei werde viel von den Rechten der religiösen Minderheiten und von einem Wachsen der Demokratie gesprochen:

“Aber solche Ereignisse sind keine gute Werbung für die Türkei, die demokratisch und säkular sein will.”

Die Priester in der Türkei seien bei Taufbegehren häufig sehr zurückhaltend, weil sich schon verschiedentlich gezeigt habe, dass die Täuflinge Provokateure sind, die es darauf abgesehen haben, die Christen der Seelenfängerei anzuklagen:

“Die Angriffe gegen christliche Religionsvertreter in der Türkei sind im Ansteigen.”

Im Februar 2006 wurde der italienische Priester, Hw. Andrea Santoro, in seiner Kirche in Trabzon in der Nordtürkei ermordet.

Seither ist es verschiedentlich zu Übergriffen gegen christliche Gruppierungen gekommen.

Im gleichen Monat wurde der Franziskanerpater Martin Kmetec in Smirne von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen.

Einen Monat später bedrohte ein Mann die Franziskaner von Mersin - eine Küstenstadt im Südosten der Türkei - mit einem Messer.

Im Juli des gleichen Jahres wurde Hw. Pierre Brunissen von angeblichen Drogensüchtigen niedergestochen.

Er hatte erst seit kurzer Zeit die Kirche des ermordeten Hw. Andrea Santoro wiedereröffnet.

1 Kommentar zu "Franziskaner in der Türkei brutal niedergestochen"

  1. 1

    Medienschau

    geschrieben am Dezember 20, 2007 um 14:05

    Mit den Christen in Islamischen Ländern ist so eine sache über die man viel diskutieren kann. Ich kann dem Artikel auf dieser Seite:
    Kardinal Karl Lehmann fordert erneut Religionsfreiheit
    vollkommen zustimmen. Die Türkei gehört nicht in die EU, allein desshalb schon nicht weil nur ein geringer teil der Türkei in Europa liegt, der grösste Teil jedoch zu Asien zählt. Wir haben in der EU genug Schmarozer die von grösseren EU-Staaten Gelder kassieren, dazu brauchen wir die Türkei nicht. Oder verfolgen die Türkei andere Ziele, wie Islamausbreitung und dergleichen??.
    Sollen die EU-Länder etwa auch noch Neuseeland, Australien oder die Bahamas in die EU aufnehmen?, denn diese Länder zählen auch nicht zu Europa.

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