Archiv für den 3. Februar 2008

Münchner Erzbischof Reinhard Marx will sich einmischen

Der “Bischof zum Anfassen”
Will seinen kirchlichen Auftrag erfüllen: Reinhard Marx.

Der neue Münchner Erzbischof Reinhard Marx nimmt kein Blatt vor den Mund. In politischen und gesellschaftlichen Debatten hat er immer wieder klare Positionen bezogen. Nach Ansicht des 54-Jährigen darf die Kirche zu drängenden Gegenwartsfragen nicht schweigen. Es sei ihm wichtig, “dass die katholische Soziallehre ein Teil der Verkündigung ist”, sagt der Oberhirte der rund 1,8 Millionen Katholiken im Erzbistum München und Freising. Vom Evangelium sei es den Christen aufgegeben, auch die Frage nach der Gerechtigkeit in der Gesellschaft zu stellen. “Die Kirche hat in der modernen Gesellschaft viel zu sagen.”

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Die Kirche muss sich zu bioethischen Fragen äußern

Mit scharfen Worten hat Papst Benedikt XVI. Exzesse in der Biotechnologie kritisiert. Bei einem Empfang für die Glaubenskongregation forderte der Papst deren Mitglieder auf, sich der bioethischen Fragen anzunehmen. Zugleich unterstrich er das Recht der Kirche, sich in diesen Fragen zu Wort zu melden. Benedikt nannte zwei Hauptkriterien der Unterscheidung: Erstens die unbedingte Respektierung der Menschenwürde von Beginn des Lebens bis zum natürlichen Tod und zweitens das Festhalten am natürlichen Weg der menschlichen Zeugung durch den ehelichen Akt.

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