Grüne-Hetze gegen christlichen Kongress geht weiter

Deutschen Grünen möchten jetzt auch Seminare über Abtreibung bzw. über Kindermissbrauch verhindern - Bundesregierung verteidigt Förderung des Kongresses mit 250.000 Euro - 20.000 Menschen zum Kongress erwartet.

Berlin (kath.net/idea)
Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen lässt in ihrer Kritik an Veranstaltungen des Jugendkongresses Christival nicht locker. Sie wendet sich nach der Streichung eines Seminars zum Thema “Homosexualität verstehen - Chance zur Veränderung” gegen zwei weitere Veranstaltungen zu den Themen Abtreibung und sexueller Missbrauch. Diese seien “sowohl wegen ihrer humanwissenschaftlichen Anlage als auch wegen ihrer theologischen Ausrichtung höchst umstritten, auch gerade unter Christinnen und Christen”, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, in einer Fragestunde am 13. Februar im Bundestag. Er hatte mit seinem Protest gegen das Seminar zum Thema Homosexualität die Auseinandersetzung Anfang Januar ausgelöst. Die Anbieter zogen die Veranstaltung daraufhin zurück, um das Christival aus dem öffentlichen Schussfeld zu nehmen. Zu dem Kongress werden vom 30. April bis 4. Mai rund 20.000 Jugendliche in Bremen erwartet. Beck kritisierte in der Fragestunde, dass die Organisation “Wüstenstrom”, die er als “Homoheilungsorganisation” titulierte, ein Seminar zum sexuellen Missbrauch an Jungen anbiete. Sie vertrete die These, dass durch einen solchen Missbrauch auch Homosexualität entstehen könne. Er glaube nicht, so Beck, dass das Thema sexueller Missbrauch sowie der Schutz von Kindern und Jugendlichen davor bei einem solchen Veranstaltungsträger gut aufgehoben sei. Es stelle sich die Frage: “Wie schützen wir Jugendliche vor Scharlatanerie und psychischen Defekten durch solche Berater?” Wüstenstrom (Tamm bei Ludwigsburg) bietet Seelsorge, Therapie und Selbsthilfe für Christen an, die sexuelle Probleme haben.

Beck wirft “Birke” ideologische Positionen vor

Beck griff ferner den Heidelberger Verein “Die Birke” an, der sich für den Schutz ungeborenen Lebens einsetzt. Diese Initiative bietet auf dem Christival ein Seminar zum Thema an “Sex ist Gottes Idee - Abtreibung auch?” Beck warf dem Verein ein “dogmatisches Verständnis eines schwierigen Thema” und “einseitige ideologische” Positionen vor. Er fragte die Bundesregierung, warum hier angesichts staatlicher Bezuschussung des Kongresses keine Überprüfung der Inhalte stattfinde und das Controlling ausfalle.

Bundesregierung verteidigt Förderung des Christival

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium Hermann Kues (CDU) wies die Kritik zurück. Es würde nach seinen Worten den Bund als Zuschussgeber völlig überfordern, wenn er bei Großveranstaltungen - etwa dem Deutschen Evangelischen Kirchentag - bis in einzelne Seminare hinein dort gemachte Aussagen überprüfen wollte. Dies sei nicht Aufgabe der Bundesregierung. Es gehöre auch nicht zum Selbstverständnis eines offenen Staates, Vorgaben hinsichtlich einzelner Wertvorstellungen zu machen. Die Träger des Christivals wie der CVJM seien als “absolut seriöse und verantwortungsvolle Träger” bekannt, die auch “hohe Anerkennung” in der Öffentlichkeit fänden. Kues zufolge hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Schirmherrschaft für das Christival sehr bewusst übernommen, um ihre Anerkennung für die christliche Kinder- und Jugendarbeit zum Ausdruck zu bringen. Laut Kues erhält das Christival einen Zuschuss von 250.000 Euro aus Bundesmitteln, was acht Prozent der kalkulierten Gesamtausgaben entspreche.

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