Das Allerletzte (Teil 3)

Den Arm gereckt, die Finger zum Victory-Zeichen gespreizt, so ist uns Josef Ackermann in Erinnerung, jener Banker also, der beim Mannesmann-Prozess noch nicht einmal davon gekommen ist.

Jetzt hat sich der allgewalltige Chef der großmächtigen Deutschen Bank wieder ins Gespräch gebracht: indem er sich als recht kleinlauter Konvertit zu erkennen gab. “Ich glaube nicht mehr an die Selbstheilungskräfte der Märkte”, formuliert “ausgerechnet Ackermann” zur Verblüffung nicht nur der ‘Frankfurter Rundschau’: “Der prominenteste Verfechter unregulierter Kapitalmärkte ist vom Glauben abgefallen.” Tage zuvor hatte jener Josef über den an sich wünschenswerten Prozess “kreativer Zerstörung” fabuliert, den die Kreditkrise in den USA in Gang gesetzt habe. Von bedenkenloser Profitgier, von der Zockermentalität in den Tempeln des Geldgewerbes war bis heute nicht die Rede - weil Rechthaberei selten gut ankommt, wollen wir nicht ansprechen, dass des Ackermanns Erkenntnis früher … Geschenkt. Aber: Früher galt der Satz “Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren” als primitiver Stamokap. Weiß der Josef das denn nicht?

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