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Freie Bahn für Dreck und Chaos!

Geronimo | 11. Mai 2008

Die kindliche Sexualität muss aktiv gefördert werden, um Neurosen und Nationalsozialismus abzuwenden. Außerdem hat die Erziehung zur Sauberkeit die Öfen von Auschwitz vorbereitet. Von Lisa Abelin.

In einer Studie zum Faschismus stellte der Mitbegründer der marxistischen ‘Frankfurter Schule’, Max Horkheimer († 1973), heraus, dass das Dritte Reich die Familie als vermittelndes Bindeglied zwischen Individuum und Staat überflüssig machen und zerschlagen wollte.

Horkheimer bezog sich dabei auf Äußerungen von Reichskanzler Adolf Hitler († 1945) und von SS-Reichsführer Heinrich Himmler († 1945) gegen Ehe und Familie.

Aber auch ideologisch war der Nationalsozialismus an der Zurückdrängung der Familie interessiert. Kinder sollten möglichst frühzeitig von der Staatsideologie geprägt werden.

In der berüchtigten Gleichschaltungsrede von 1938 beschreibt Hitler, wie die Heranwachsenden in Jungvolk, Hitlerjugend, Arbeitsdienst, Wehrmacht, SA, SS und anderen NS-Organisationen “geformt, behandelt und geschliffen” werden sollten.

Doch schon in Grundschule und Kindergarten legte die Partei Wert darauf, dass den Kindern der “Klassen- und Standesdünkel ihrer Erzeugerfamilie ausgetrieben” werde.

1940 kamen alle katholischen Kindergärten unter die Leitung der ‘National-Sozialistischen Volkswohlfahrt’.

Die Familie galt den Nationalsozialisten - genauso wie den Rot-Sozialisten - insbesondere in ihrer Erziehungsfunktion als politisch-ideologisch unzuverlässig.

Horkheimers historischer Befund passte den fanatisierten 68er nicht ins Konzept. Deshalb behaupteten sie einfach das Gegenteil: Der Nationalsozialismus habe die Familie geschützt, weil er sich darauf gestützt habe.

An dieser Interpretation war Horkheimer allerdings selber nicht unschuldig. Denn er hatte in einer anderen Arbeit behauptet, dass die Kleinfamilie angeblich “Unterwürfigkeit” generiere.

Der Hass auf übermächtige Eltern, der nicht direkt ausgedrückt werden könne, werde verdrängt und später in aggressiver Weise auf verletzlichere Opfer gelenkt.

Einer der Hauptschuldigen an der lügnerischen Uminterpretierung des Nationalsozialismus war der Marxist Theodor Wiesengrund Adorno mit seiner Studie über den “autoritären Charakter”.

Adorno erfand eine Faschismus-Skala und ordnete darin Äußerungen US-amerikanischer Testpersonen ein, die er in der Nachkriegszeit aufgenommen hatte…

Katholiken, die von Hause aus streng erzogen waren und einen klaren Glauben und ein klares Weltbilder besaßen, unterstellte Adorno eine hochgradige Affinität zum Faschismus.

Dann behauptete er, dass vor allem der Katholizismus mit seiner strengen Familienerziehung in Deutschland den Typ des autoritären Charakters - und damit den Wähler und Unterstützer des Nationalsozialismus hervorgebracht habe.

Die Tatsache, dass der Katholikenanteil an der Hitlerwählerschaft gering und der Anteil der liberalen Bürger hoch war, leugnete er.

Die wirkliche Geschichte des Nationalsozialismus interessierte die 68er nicht. Sie drechselten sich ihre eigene Faschismus-Ideologie nach freudianischem Muster zurecht.

Diese Ideologie behauptete, dass die spießig-bürgerliche Kleinfamilie einen “sado-masochistischen Charakter” hervorbringt, indem die familientypische Abneigung gegen Sexualität die “analen und phallisch-sadistischen” Tendenzen stärke, welche sich wiederum in “zwanghafter Ordentlichkeit, Pünktlichkeit und Sparsamkeit” äußere.

Der damals aus dem Gully gezogene kommunistische Sex-Ideologe Wilhelm Reich († 1957) hatte schon in den 20er Jahren verkündet, grausame Charakterzüge träten nur bei denen zutage, die “sich im
Zustand chronisch sexueller Unbefriedigtheit” befänden, während sich “genital befriedigbare Menschen durch Milde und Güte” auszeichnen würden.

Außerdem bestand Reich darauf, dass die kindliche Sexualität aktiv gefördert werden müsse, um Neurosen und Faschismus abzuwenden.

Aus diesem psycho-ideologischen Gebräu gärte die sogenannte Kinderladenbewegung hervor - ein bundesweites Experiment zur Erprobung der Ideen von Adorno und Reich.

“Autoritäre Charakterstrukturen begünstigen faschistische Entwicklungen” - hieß es in einem Aufruf zur Gründung eines Kinderladens: “Diese Charakterstrukturen wiederum wurzeln in eines zu strikten Sauberkeitserziehung und Unterdrückung der kindlichen Sexualität.”

In ihrem Haß auf die Familie wollten viele Kinderladeneltern insbesondere die “Eltern-Kind-Fixierungen” aufbrechen:

“Wer an der geheiligten Bedeutung der Mutter-Kind-Bedeutung festhält”- hieß es in der Schrift des Charlottenburger Kinderladens - bestätige nur, was Pfaffen, Nationalsozialisten und Christdemokraten seit langem schon von ihren moralischen Kanzeln über die ‘kleinste Zelle des Staates’ - die Familie - predigen würden.

Der Sauberkeitswahn sei ein wesentlicher Bestandteil des Persönlichkeitsbildes der Menschen, “die andere in den Ofen stecken”.

Titelgeschichte der Illustrierten ‘Stern’ im Februar 1969
So sah es dann auch bei Kindern und Kinderläden aus: “Kleine Linke mit großen Rechten”, wie der ‘Stern’ im Februar 1969 schrieb:

“Während die Eltern mit Partnerwechsel beschäftigt sind, toben die Kleinen in einer chaotischen und verdreckten Umgebung, werfen sich gegenseitig Bauklötze an den Kopf und beschmieren die Wände der Tagesstätte.”

In dem Fernsehfilm “Erziehung zum Ungehorsam” von Gerhard Bott erklärten Eltern und Erzieher, wie sie das gegenseitige Spielen der Kinder mit ihren Genitalien duldeten und ermunterten.

Mit und ohne Anregung der Betreuungspersonen lassen Erwachsene die Kinder an ihren Genitalien spielen, wie das ausdrücklich von Berlin und Frankfurt bekannt geworden ist.

Wie sagt noch einmal das Evangelium? “Wer eines dieser Kleinen zur Sünde verführt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gelegt und er ins Meer versenkt wäre.”

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