Kardinal kritisiert Preispolitik der Öl-Konzerne
Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga hat die Preispolitik der internationalen Öl-Konzerne angeprangert. Dass der Preis durch Angebot und Nachfrage geregelt werde, sei eine Mär, sagte der Kirchenmann aus Honduras am Samstag beim Katholikentag in Osnabrück.
Am hohen Rohölpreis verdienten die Konzerne eine Menge Geld; zugleich zahlten sie den Staaten, in denen sie arbeiteten, kaum Steuern. Der Profit könnte vielen Armen helfen, meinte der Kardial. Zudem bezeichnete er die Gefängnisse in Lateinamerika als moderne Höllen. Es gebe Freiheitsentzug unter menschenunwürdigen Bedingen, Massaker unter den Häftlingen und Drogenschmuggel. Er appellierte an die Christen, sicht weiter gegen Unrecht zu engagieren. Der Einsatz der Kirche werde oft als Bedrohung gesehen, so Rodriguez. Es sei eben unbequem, für Grundrechte und Umweltschutz einzutreten, wenn Bergbau betrieben und der Urwald gerodet werde.
(kna 24.05.2008 on)




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