Rentenanpassung: “Nicht zu viel, eher zu wenig”
Geronimo | 30. Mai 2008Es ist das Gespenst vom Krieg der Generationen, das die Zeitung mit den vier großen Buchstaben heraufbeschwört: “Politischer Aufstand gegen höhere Rente”.
Ungeachtet der gewohnten Marktschreierei eines reißerischen Journalismus verbirgt sich hinter solchen Zeilen ein ernstes Problem. Wir sollten uns hüten, die Solidarität der Generationen in unserer Gesellschaft zu beschädigen. Es gibt kein Gegeneinander von Alt und Jung, sondern ein funktionierendes Miteinander, das zu den Stärken unserer Gesellschaft zählt.
Gute Tarifpolitik ist auch gut für die Rentner
Allen Kritikern der nun ein bisschen höheren Rentenanpassung ist zu sagen: Gerechtigkeit ist keine rechnerische Restgröße irgendeiner Rentenformel. Wer meint, 1,1 Prozent Zuwachs bei den Alterseinkommen wäre zu viel, der muss sich fragen lassen, ob er sich damit selbst auch zufrieden geben würde. Wenigstens die Inflationsrate müsste ausgeglichen werden, den Älteren ist in de vergangenen Jahren schon viel Verzicht zugemutet worden.
Der Aufschwung (fragt sich nur welcher) darf nicht nur den Aktionären die Taschen füllen, sondern muss auch bei den Rentnerinnen und Rentnern ankommen.
Was ist mit Hartz IV-Empfänger?: ganz einfach: die haben noch weniger und erhalten noch weniger und es wird nichts angepasst.
Ein Prosit Deutschland auf die “Gerechtigkeit”




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