Ein neues Angebot: Bei Rot über die Ampel fahren
Geronimo | 2. Juli 2008Warum sollen wir uns mit der Wahrheit herumschlagen, wenn die Lüge doch so zuckersüß und angenehm ist?
Wir haben uns daran gewöhnt, Geschenke anzunehmen, für die wir einen erschreckend hohen Preis zahlen müssen.
Könnte jemand eine Gesetzesliberalisierung verstehen, die uns gestattet, bei Rot über die Ampeln zu fahren, obwohl das zu einer sprunghaft ansteigenden Unfallstatistik führen würde?
Wäre es nachvollziehbar, wenn warnende Stimmen dann als ewiggestrig, konservativ, engstirnig, intolerant und mittelalterlich bezeichnet würden?
Wenn ein Patient einen Arzt aufsucht, muss er von diesem eine ehrliche Diagnose erwarten dürfen.
Erzählt der Arzt einem Patienten, er sei kerngesund, obwohl dieser an einer schweren Krankheit leidet, die bei Nichtbehandlung tödlich endet, wäre der Arzt ein verbrecherischer Scharlatan.
Würde der Mediziner dagegen seinem Patienten die Wahrheit sagen, müsste er wohl nicht damit rechnen, als Drohprediger und Unglücksprophet hingestellt zu werden.
Doch das geschieht heute. Wir leben in einer Zeit voller Verführung und Rattenfängerei.
Die Gewissen der Menschen werden eingelullt. Scharen werden auf den breiten und bequemen Autobahnen des Selbstbetrugs Richtung Hölle gefahren.
Unser dünnwandiges Leben bekommt immer mehr schwarze Löcher, in die immer mehr Menschen unauffindbar verschwinden.
Die Abtreibungsgewalt richtet unter den Kindern ein Blutbad an. Die Pornographie lässt Sinn, Verstand und Gefühle der Erwachsenen abstumpfen.
Der Mensch wird wie eine Mastsau zum Konsumenten degradiert.
Mit heuchlerischen Worten feiern wir die Toleranz als den höchsten Wert in der Demokratie.
Doch Toleranz für den Frevel ist Intoleranz Gott und der Gerechtigkeit gegenüber. Das Resultat: die Diktatur der Perversen.
Unsere hochgejubelte angebliche Demokratie wird zu einer peinlichen Dummokratie.
Was der Herrschaft der glatten Worte nicht in den Kram passt, wird von diesen als mittelalterlich, faschistisch oder nationalsozialistisch bezeichnet.
Jeder kriecht und zittert vor der Diktatur dieser Slogans.
Wir sind zum pausenlosen Widerstand verpflichtet.
Artikel erschienen bei kreuz.net




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