“Ökonomisch rational”
Einer Studie der Universität Köln zufolge müssen Kassenpatienten im Schnitt dreimal so lange auf Termine beim Facharzt warten wie privat Krankenversicherte. Die Bundesärztekammer bestätigte die teilweise verzögerte Terminvergabe an gesetzlich Versicherte. Besonders große Unterschiede ermittelte die Studie bei Magenspiegelungen: Während Kassenpatienten im Durchschnitt 36,7 Tage auf eine Spiegelung warten mussten, bekamen Privatpatienten dagegen nach nur 11,9 Tagen einen Termin. “Beschwerden, die eine Magenspiegelung notwendig machen, können auf Blutungen oder eine Krebserkrankung zurückgehen”, sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Terminverzögerungen seien deshalb keine Kavaliersdelikte.
