Erkenntnisse der Bibelwissenschaft und spirituelle wie theologische Tradition müssen “unauflösbar verbunden sein”. Das haben die Teilnehmer der Weltbischofssynode im Vatikan unterstrichen und gleichzeitig jede Form des Fundamentalismus zurückgewiesen. Die Bibel erfordere eine historische und literarische Analyse. Um den vollen Sinn der Texte zu verstehen, brauche es jedoch die Überlieferung der Gesamtkirche und den Glauben, heißt es in der an diesem Freitag veröffentlichten “Botschaft an das Volk Gottes” zum Abschluss der 12. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode.
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Premiere im Vatikan: Zum ersten Mal hat ein nicht-katholischer Kirchenführer auf einer Welt-Bischofssynode im Vatikan gepredigt. In der Sixtinischen Kapelle wandte sich der orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel an die Bischöfe, die an der Synode teilnehmen. Im Beisein des Papstes, der ihn eingeladen hatte, betonte das Ehrenoberhaupt der orthodoxen Christen in aller Welt die fundamentale Bedeutung der Heiligen Schrift für die Christen und ihre Einheit. Unter den Fresken des Michelangelo nahmen Papst und Patriarch auf gleicher Augenhöhe Platz.
Synode: In der Kürze….
Veröffentlicht in Kirche, Politik, Vatikan am 19. Oktober 2008
Mit Applaus und Enthusiasmus haben die Teilnehmer der Bischofssynode an diesem Samstag einen ersten Entwurf für das Abschlussdokument der Synode aufgenommen. Erzbischof Gianfranco Ravasi stellte als Präsident der Kommission für die Botschaft der Synode die inhaltlichen Leitlinien vor, an denen sich das Abschlussdokument orientieren soll. Jutta Lütkecosman berichtet:
